Katharinanichtmehrinnorwegen

24 Mai, 2008

Gespeichert unter: Unterwegs — katharinainnorwegen @ 9:33 Uhr nachmittags
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So, die Bilder sind gesichtet und ausgewählt. Gestern Nacht hat mich das “Rückwärtsessen” erwischt, was mich in meinem Blogzeitplan etwas durcheinandergebracht hat.

Aber nun zu Svalbard: Mit drei anderen Austauschstudenten habe ich mich für knapp vier Tage nach Svalbard begeben. Es war wunderschön! Ich denke ich habe die schönste Inselgruppe der Welt für mich entdeckt. Seht her!

Bei Nieselregen hat sich das Flugzeug in Tromsø in den Himmel geschwungen. Über Svalbard schien die Sonne, was den Landeanflug auf Spitzbergen wirklich atemberaubend gemacht hat.

Am Flughafen Longyearbyens begrüßte uns gleich der erste Eisbär, der Wächter des Gepäckbands.

Außer im Flughafengebäude sind Eisbären auf ganz Svalbard anzutreffen. Da sie nicht immer angenehme Zeitgenossen sind, wird mit einem Warnschild an der Straße am Flughafen darauf hingewiesen.

(gjelder hele Svalbard = gilt für ganz Svalbard)

Aber wo war ich eigentlich genau? Für alle, die das nicht so genau wissen gibt es hier eine Karte und grobe Eckdaten:

Longyearbyen ist eine “Stadt” (ca. 1900 Einwohner) auf Spitzbergen und liegt auf 78° und 13′ nördlicher Breite. Es ist der größte und wichtigste Ort Svalbards.

Natürlich zog es mich beim Abendspaziergang ans Wasser

Und am gegenüberliegenden Ufer sind die typischen Berge Spitzbergens zu sehen

Zu beiden Seiten unseres Hostels, erhoben sich relativ steile Berghänge. Auf der ersten Erkundungstour haben wir ein verfallenes Haus und eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt entdeckt

Während Eisbären in Longyearbyen relativ selten anzutreffen sind, gibt es eine andere Spezies, vor der, vor allem im Winter, gewarnt werden muss: der gemeine Schneescooter.

Ebensolche Scooter haben wir am nächsten, wolkenlosen Tag ausprobiert und sind damit insgesamt 210 km gefahren, nämlich einmal zur Ostküste Spitzbergens und wieder zurück.

Vor einer Gletscherfront auf dem Eis im Meer haben wir zu Mittag gegessen. Ich habe noch nie einen vergleichbar schönen Anblick beim Essen genießen dürfen.

Auf dem Rückweg haben wir frische Eisbärspuren gesehen. Es war wohl ein Eisbär in der Nähe… gut, dass er uns in Ruhe gelassen hat!

Völlig erschöpft, mit einem Sonnenbrand um den Nasenlöchern und einer regelrechten Sommersprossenexplosion im Gesicht habe ich mich dann doch noch dazu aufgerafft ein wenig einen der Berge beim Hostel zu erklimmen um die Mitternachtssonne zu sehen. Sie stand an diesem Tag um 24h etwa 31° über dem Horizont!

Am nächsten Tag wurde die Stadt erkundet.

Wenn man Longyearbyen verlässt, ist es zu gefährlich dies ohne Gewehr zu tun. Denn trifft man auf einen Eisbären, der Interesse an einem zeigt, kann es überlebenssichernd sein im Notfall den Bären zu erschießen. Deshalb ist es ganz normal, dass die Menschen auch teilweise in der Stadt mit einem Gewehr über der Schulter zu sehen sind. Aus diesem Grund haben verschiedene Einrichtungen, wie zum Beispiel die Bank oder der lokale Supermarkt Waffenverbotsschilder an ihre Eingänge angebracht.

Bank

Supermarkt

Vi tillater ikke våpen i butikken = Waffen sind im Geschäft verboten

Bruk gjerne vårt våpenskap = Benutze bitte unseren Waffenschrank

Das Zentrum Longyearbyens ist keine besondere Schönheit und besteht eigentlich aus einer geraden Straße

Die Wohngebiete haben auch ihren ganz eigenen Charme und man kann der Stadt noch deutlich ansehen, dass sie ursprünglich zum Abbau der Kohlevorkommen auf Spitzbergen gebaut wurde.

Die Kirche Longyaerbyens ist auch wirklich sehr idyllisch gelegen!

Dem Universitätszentrum (UNIS) und dem Svalbardmuseum, die im gleichen Gebäude lokalisiert sind, haben wir ebenfalls einen Besuch abgestattet. Das Universitätszentrum ist quasi eine Außenstelle der Universitäten Oslo, Bergen und Tromsø, aber keine Universität für sich (die nördlichste Uni der Welt befindet sich in Tromsø). Zumindest von Innen ist das UNIS architektonisch recht schön. Über das Äußere lässt sich streiten.

In Norwegen ist es selbstverständlich, dass man die Schuhe auszieht, bevor man in ein Haus oder eine Wohnung geht. Auf Svalbard ist es sogar üblich, dass man sich überall (außer im Supermarkt) die Schue auszieht. So auch im UNIS und dem Museum. Hier das Schuhregal in der Garderobe des Universitätszentrums:

Im Museum gibts natürlich auch einen Eisbären. Anmerkung: Man darf jetzt nicht denken, die Norweger oder sonstwer hätte die Bären einfach so abgeknallt. Meistens handelt es sich um Notwehropfer oder um ehemals kranke Tiere, denen nicht mehr geholfen werden konnte.

Nachmittags haben wir uns in/unter einen Gletscher begeben. Wir waren im Schmelzwasserkanal des Gletschers unterwegs, der im Winter oder Frühjahr noch gefroren ist, so dass man trockenen Fußes/Knies/Bauches darin unterwegs sein kann.

Die Eiskristalle an den Wänden sind normalerweise natürlich nicht vorhanden, sondern stammen vom Atem.

Unermüdbar, wie wir so sind, haben wir uns Abends wieder aufgemacht und sind wieder auf einem Berghang bei unserem Hostel herumgeklettert. Wir haben und eine alte Kohlenmine von Außen angesehen und natürlich wieder mal die Aussicht genossen.

Die Steine, die wohl während des Kohleabbaus aus dem Berg geholt wurden sind ziemlich schön und so rot!

Den nächsten Tag, unseren Abflugstag haben wir etwas ruhiger angehen lassen. Wir haben das großartige Frühstücksbuffet so richtig genossen und uns in der Stadt die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Als wir wieder in Tromsø ankamen, hat sich auch dort endlich mal die Sonne gezeigt.

Svalbard, ich hoffe, ich kann dich mal wieder besuchen kommen!

3 Kommentare »

  1. Liebste Tine,

    .. wow!

    Das sieht ja richtig, richtig gut aus! .. und die Eisbären scheinen mit Mitteleuropäern auch ganz freundlich umzugehen!

    Ich freu’mich sehr auf Dich!

    Dad

    Kommentar von Dad — 25 Mai, 2008 @ 6:16 Uhr nachmittags

  2. Hi Katharina,
    Hab mit Mama zusammen deine Seite gerade angesehen…voll geil!!
    Muss ja traumhaft schön gewesen sein. Man kann dich richtig darum beneiden.
    Freu mich dich bald wieder zu sehen.
    Ha det bra Franzi und Mama

    Kommentar von Franzi — 25 Mai, 2008 @ 6:40 Uhr nachmittags

  3. cool, cool, cool im wahrsten sinne des wortes und der papa wird sich über die sommersprossenexplosion freuen. die warten schon alle mächtig auf dich im warmen deutschland. (heute bis 30 °C in eurer gegend).
    ich bin auf entzug - hoffentlich hat das kind sein “schmuckstück” bald wieder

    Kommentar von nörchenmama — 27 Mai, 2008 @ 11:38 Uhr vormittags

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