Fast alle haben und tragen ihn hier: Einen Lebensretter. Ohne ihn ist es hier recht gefährlich, zumindest in manchen Monaten.
Um was es hier eigentlich geht? Sieh doch selbst!
Wenn man die Wahrscheinlichkeit die Polarnacht und die Übergangszeit zu normalen Tageszeiten zu überleben auf das Maximum heben möchte, braucht man einen Reflektor. Er ist in verschiedenen mehr oder wenigen praktischen Formen erhältlich und je nach Ausführung von unterschiedlicher Ästhetik. Ich habe zwei.


Der eine baumelt immer an meiner rechten Seite und der Schmetterling wird an Rucksäcke oder Taschen befestigt, die keinen „eingebauten“ Reflektor haben.
Als ich vor einigen Tagen in der Dunkelheit in einen falschen Bus gestiegen bin und, nachdem ich es bemerkt habe, 20 Minuten an einer vielbefahrenen Straße zurückgelaufen bin, habe ich die Vorzüge meiner Lebensretter schätzen gelernt. Zuerst habe ich versucht neben der Straße zurückzulaufen, habe das aber nach drei Schritten im gut kniehohen Schnee wieder aufgegeben. Mir blieb einfach nichts anderes übrig, als mich todesmutig auf die Fahrbahn zu begeben.
Ich bzw. mein Reflektor wurde wohl gut und früh gesehen, denn es machten alle Autos rechtzeitig einen großen Bogen um mich. Ich denke, dass ich ohne Reflektor wesentlich später gesehen worden wäre, nicht nur weil meine Jacke schwarz ist.
Ich hätte gerne anstatt des „Baumelreflektors“ so ein tolles „Schnapparmband“, das man sich dann an den Unterarm klemmen kann, aber bisher habe ich noch keines finden können, das meinen (preislichen) Ansprüchen entspricht…
Manche, man kann sie wohl auch als Sicherheitsfanatiker bezeichnen, stecken in merkwürdigen Ganzkörperanzügen, die überall eingenähte Reflektoren haben. Sieht interessant aus, bisher ist es mir leider noch nicht gelungen unauffällig Fotos einer solch auffälligen Erscheinung zu machen.
Die nächste Variante wäre dann das Tragen einer Warnweste. Wird hier gerne beim Joggen angewendet.
Es wäre auch zu erwähnen, dass es Leute gibt, die sich eine Art Reflektor-Schärpe quer über den Leib hängen. Hat auch was. Erinnert mich irgendwie an Tübingen und die Bewohner des Öster- bzw Schlossbergs.
Es werden auch Kinderwägen und Hunde mit diversen Reflektoren behängt. Wie gesagt, alles und jeder trägt sie.
Hi Katharina,
letztes Jahr wurden diese Schnapparmbänder verschenkt von der Uni Tromsö (Werbeartikel). Frag doch mal Line Vraberg vom Student Counselling Centre oder Arthur, wir haben von ihnen welche bekommen und sie immer getragen.
Grüße aus Heidelberg,
Natalie
Kommentar von Natalie — 8 Februar, 2008 @ 8:53 |
Wir (die neuen Austauschstudenten) haben nur diese „Baumelreflektoren“ von der Uni bekommen. Gemein!
Kommentar von katharinainnorwegen — 9 Februar, 2008 @ 12:02 |
ich vermiss dich, lass dich nicht umfahren.phie
Kommentar von sophie — 10 Februar, 2008 @ 10:24 |