Ein ganz gewöhnlicher (Chirurgie-Wochenpraktikums-) Tag in Tromsø beginnt meist mit dem viel zu frühen Aufstehen, das natürlich trotzdem herausgezögert wird und als Folge unweigerlich Stress heraufbeschwört, bis ich um sieben (!!!) im Bus sitze und gemütlich zur Uniklinik schaukle.
Nachdem ich unter großen Anstrengungen meine Augen in der Frühbesprechung erfolgreich (jedoch oft Doppelbilder sehend) aufgehalten habe, verschwinde ich meist schnell in der Ambulanz, damit mich niemand in den OP zitieren kann. Dort gibt es dann mehr oder weniger spannende Dinge zu sehen und zu tun, aber wenigstens bekomme ich viel erklärt.
So nach dem Mittagessen sehe ich nochmal auf der Station vorbei und frage brav, ob es noch was zu tun/sehen gibt und – so ein Ärger- meist gibt es das nicht und ich mache mich auf dem Heimweg.
Heute habe ich, als ich mich auf dem Weg nach Hause war, einem schönen Sonnenuntergang beigewohnt, der zur Zeit so etwa um 14.45h stattfindet.

Zu Hause angekomme, musste ich natürlich noch zu „meinem“ See schauen, der hier direkt gegenüber liegt. und siehe da, der See und die Umgebung waren recht schön anzusehen, wenngleich sich der See momentan unter Schnee und Eis verbirgt.
Hach, es ist einfach schön hier!
Als die Chorprobe vorüber war, habe ich fleißig nach Nordlichtern Ausschau gehalten, aber leider hingen nur ein paar vereinzelte grüne Streifen am Himmel. Ich bin nämlich jetzt in dieser Hinsicht etwas verwöhnt. Vor ein paar Tagen bot sich mir ein wunderschönes Nordlichtspektakel mit mehrfarbigen, sich schnell bewegenden Erscheinungen im Nachthimmel, das ich so schnell nicht vergessen werde.
